Alte Salzstraße Halle-Prag e.V.

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Seiffen

Das Spielzeugdorf Seiffen ist wegen seiner traditionellen Holzkunstherstellung, seiner barocken Rundkirche (erbaut 1776-79) und der bergbaulichen Vergangenheit international bekannt. Auch Naturfreunden, Aktivurlaubern und Familien bietet Seiffen zahlreiche Angebote in romantischer Landschaft des oberen Erzgebirges. Wenngleich Seiffen nicht direkt an der Wegeführung der Salzstraße liegt, gehört es seit seiner Gründung zum Hoheitsgebiet Purschenstein und trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Reichtum der Region um Neuhausen bei.

Barocke Rundkirche Seiffen

Barocke Rundkirche
Foto: W. Dathe

Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen “Cynsifen” geht auf das Jahr 1324 zurück. Seinen Namen verdankt der Ort einem besonderen Verfahren der Zinngewinnung. Im Jahre 1600 richtete man hier wegen der gestiegenen Bedeutung des Erzabbaus ein Bergamt ein. Bereits 1650 wurden die ersten Holzdrechsler erwähnt, deren Gewerke im 18. Jahrhundert zur Entwicklung der Holz- und Spielwarenindustrie führten. Die Technik des Reifendrehens zur Figurenherstellung wurde um 1800 entwickelt. Noch heute bilden die Herstellung traditioneller erzgebirgischer Volkskunsterzeugnisse neben dem Hotel- und Gaststättengewerbe das wirtschaftliche Rückgrat des Ortes.

Das touristische Angebot bereichern das Erzgebirgische Spielzeugmuseum mit seinem Freilichtmuseum und historischem Reifen-drehwerk sowie das Privatmuseum Max Hetze. Außerdem laden drei Schauwerkstätten zum Besuch ein. Die barocke Bergkirche ist täglich um 12 Uhr zur Besichtigung mit Führung geöffnet. Ergänzt wird das Angebot u.a. durch ein umfangreiches Wander- bzw. Loipennetz, Skilift und Sommerrodelbahn.