Alte Salzstraße Halle-Prag e.V.

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Neuhausen

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Foto: W. Dathe

Eine der ältesten Burgen Sachsens ist die Burg “Purschenstein” in Neuhausen im Flöhatal. Erstmals 1289 als “Castrum Borsensteyn” urkundlich erwähnt, wurde sie bereits um 1200 von dem böhmischen Ritter Borso I. als Zoll- und Geleitsburg errichtet. Der Schutz der Fuhrleute auf der nach Prag führenden Salzstraße, die auch als “Alter Böhmischer Steig” bezeichnet wurde, bescherte den Burgherren gesicherte Einnahmen. So ist die Entstehungsgeschichte von Neuhausen untrennbar mit dem Schloss Purschenstein verbunden. Ursprünglich als “Borsinstein” bezeichnet, tauchte ab 1586 die heutige Ortsbezeichnung auf.

Die Lage im Flöhatal und die im 19. Jahrhundert aufkommende Nutzung der Wasserkraft zum Maschinenantrieb, ließ damals etliche Mühlengewerke entstehen, die weit über die Region hinaus zu den ersten Maschinenbaufabriken in Deutschland gehörten. Aber auch die für diese Gegend typische Holzverarbeitung, Drechslerhandwerk und Stuhlbauer, erlangten im 19. Jahrhundert wirtschaftliche Bedeutung. Davon zeugt noch heute das einzigartige Nussknackermuseum, das es mit seinen ca. 4.900 Figuren ins Guiness-Buch der Rekorde schaffte.

Die Geschichte dieses Handwerks und der Alten Salzstraße ist in den Räumlichkeiten der ehemaligen Fronfeste von Schloss Purschenstein, im Glashüttenmuseum erlebbar.

Nach dem Niedergang der Holzindustrie gewann der Tourismus als Wirtschaftsfaktor zunehmend an Bedeutung. Es entstanden zahlreiche neue Hotels und Ferienanlagen, von denen das Schlosshotel Purschenstein höchsten Ansprüchen an Gastronomie und Ambiente genügt. Seine historischen Mauern lassen die ehemalige Bedeutung als Zoll- und Geleistelle für die über Jahrhunderte währende Salztransporte erahnen.