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Litvínov

 

Die erste Erwähnung von Litvínov (Oberleutensdorf) stammt aus dem Jahre 1352, wenngleich diese Gemeinde sicher schon früher entstanden sein dürfte. Litvínov spielte stets eine wichtige Rolle in diesem Gebiet und besaß bereits im 14. Jahrhundert eine Pfarrkirche. Damals fungierte der Ort als Versorger mit Produkten aller Art für den sich entwickelnden Silberbergbau im Erzgebirge.

Litvinov

Kirche des heiligen Erzengels Michael
im Herzen der Altstadt
Foto: W. Dathe

Ein wichtiger Handelsweg, auf dem auch Salz transportiert wurde, verband Most mit Litvínov am Fuße des Erzgebirges und führte weiter zum Schwartenberg, dann über Neuhausen bis nach Sayda. Entlang der Wege sorgten Wirtshäuser für Salzsaumer und Händler.

Litvínov entstand an der Kreuzung der am Fuße des Erzgebirges liegenden Wege auf der Achse Kopisty, Lipětín, Litvínov, Hora Svatého Václava (später Klíny), Neuhausen und Sayda. Wirtschaftliche Bedeutung erlangte Litvínov erst nach der 1715 von Graf Jan Josef Waldstein (Wallenstein) gegründeten für Europa hinsichtlich Qualität einmaligen Tuchmanufaktur. Im gleichen Jahr erhob Kaiser Karl VI. Horní Litvínov zum Markt mit Siegelrecht und Jahrmarktprivileg.

Stadtrecht erwarb Litvínov 1852, nachdem Holzverarbeitung und Baumwollindustrie dem Ort zur Geltung verhalfen. Die industrielle Entwicklung der Stadt setzte erst mit dem Abbau der Braunkohle seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts ein. Heute ist Litvínov eine moderne Industriestadt mit historischem Stadtkern, Jugendstilhäusern, Waldsteiner Schloss und reizvoller Umgebung.

Partnerský spolek Litvínov, o.p.s. (Partnerschaftsverein Litvínov)