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Bad Dürrenberg

Bad Dürrenberg Borlach

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Der Ortsname Dürrenberg stammt vom Namen des an der Saale gelegenen ehemaligen Rittergutes “uff dem dürren Berge” ab. Die Anfänge dieser Gemeinde sind eng mit dem Transport des halleschen Salzes verbunden. Auf einer der größten und ältesten “alten Salzstrassen” von Halle über das heutige Bad Dürrenberg nach Lützen wurde schon vor über 1000 Jahren hallesches Salz transportiert und verkauft.

Der älteste Stadtteil der heutigen Stadt Bad Dürrenberg (staatlich anerkannter Erholungsort) ist Keuschberg. Die urkundliche Ersterwähnung von Keuschberg durch Otto den I. datiert auf den 5. Juli 993.

Der heutige Ortsteil Kirchfährendorf war über Jahrhunderte für Fuhrleute und Gespanne, die hallesches Salz in den Süden auf der alten Salzkärnerstrasse transportierten, die wichtigste Saaleüberquerung mit einer großen Fähre. Die alten Aufzeichnungen dokumentieren jährlich hunderte Fuhrwerke, die diesen Weg nutzten. Aber auch für den Holztransport für die hallesche Saline war diese Salzkärnerstrasse sehr wichtig.

So war Bad Dürrenberg lange vor Erschließung der eigenen Solequelle 1763 (Borlachturm) und der damit gewonnenen Unabhängigkeit in der Salzversorgung mit dem halleschen Salz verbunden. Die Sole enthielt 8% Salz und musste über ein 12m hohes Gradierwerk aufkonzentriert werden. Dieses heute noch 636m lange Bauwerk ist das längste seiner Art in Deutschland und begrenzt den gepflegten Kurpark mit seinen vielseitigen kulturellen Angeboten.

 

Bad Dürrenberg Gradierwerk

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